Geriatrie/Gerontopsychiatrie

Ergotherapeutische Behandlungen bieten wir unter anderem bei folgenden geriatrischen/gerontopsychiatrischen Krankheitbildern/Diagnosen an:

  • Demenzielle Erkrankungen (Alzheimer, vaskuläre Demenz)
  • Altersdepression
  • degenerative & rheumatische Erkrankungen des Muskels & Skelettsystems
  • Zustand nach Unfallereignissen (z. B. Frakturen)

Die Therapie beginnt mit einer ganzheitlichen individuellen Befunderhebung, die sich am ressourcenorientierten Bedarf orientiert.
Diese besteht aus ärztlicher Diagnose, Anamnese, Befundung und ggf. Rücksprache mit Angehörigen.
Der regelmäßige Einsatz von Evaluationsbögen macht den Therapieverlauf messbar.

Individuell mögliche Methoden:

  • Person-zentrierte Ansätze (Tom Kitwood u. a.)
  • Biografiearbeit
  • Aktivierung in Anlehnung an Hobbys/Interessen
  • handwerklich kreative Methoden
  • Gruppenangebote zur Förderung sozialer Kompetenzen
  • Erlernen von Kompensationsstrategien
  • Beratung zur Integration in das häusliche und soziale Umfeld
  • Angehörigenberatung
  • Kognitives Training/Hirnleistungstraining
    …ist eine neuropsychologisch orientierte Behandlung, die sich aus computergestützten Trainingsprogrammen, geeigneten Therapiespielen, verschiedenen Arbeitsbögen und Hausaufgaben zusammensetzen kann.

Der Therapieverlauf:

  1. Sammlung und Analyse der Informationen zur Person
  2. Wahl der Methode
    …personzentrierte Ansätze wie z. B. Tom Kitwood
  3. Einschätzung des Wohlbefindens
    …durch regelmäßigen Einsatz von Evaluationsbögen um den Therapieverlauf sichtbar zu machen.

Ein person-zentrierter Ansatz

Tom Kitwood mit seinem person – zentrierten Ansatz umfasst die Befriedigung der 5 wesentlichen psychischen Bedürfnisse:

  • Bedürfnis nach Bindung an eine Person
  • Bedürfnis nach Trost
  • Bedürfnis nach Identität
  • Bedürfnis nach Beschäftigung
  • Bedürfnis nach Einbeziehung in eine Gruppe

Tom Kitwood nimmt die Person, die eine Demenz hat, mit all ihren Facetten wahr und stellt die Demenz nicht in den Vordergrund. Hierbei ist der Erhalt des Personseins das oberste Ziel.

Jede Person ist einzigartig. Der Ansatz ist ressourcenorientiert und bezieht jegliches Verhalten als Ressource mit ein.

Der Mensch mit Demenz wird gesehen als

  • vollwertige Person, mit Recht auf Selbstbestimmung, Individualität und (Un-) Zufriedenheit
  • als ernstzunehmende Persönlichkeit mit Würde, Eigensinn und eigenem Charakter
  • als verletzliche und schutzbedürftige Person, die abhängig von der Solidarität anderer Personen sein kann
  • als Person mit vielen verbleibenden Fähigkeiten, aber auch teilweisem Verlust der Alltagskompetenzen.

Dieser Ansatz ermöglicht uns einen Bezug zur Gefühlswelt der Menschen mit Demenz zu schaffen. Seine Biografie wird dabei individuell berücksichtigt.

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